21. Januar 2010

Löw rüffelt Preis- und lobt Sicherheitspolitik

– Author: Gastbeitrag – 08:20

Nachdem der tödliche Anschlag auf den Mannschaftsbus der Nationalmannschaft Togos, bei dem drei Mitarbeiter des Betreuerstabs getötet wurden, im Vorfeld des Afrika-Cups das sportliche Geschehen in den Hintergrund rückte, äußert Bundestrainer Joachim Löw keinerlei Sicherheitsbedenken für die anstehende WM in Südafrika. In einem Interview mit der Sportbild kritisiert er dagegen die teilweise horrenden Preise der Reiseveranstalter für das anstehende Großereignis und sieht darin die größere Ursache für den schleppend verlaufenden Vorverkauf.

„Angola ist 2000 km von Südafrika entfernt, und nach meinem Kenntnisstand hat das Thema Sicherheit höchste Priorität bei der FIFA und den südafrikanischen WM-Organisatoren. Es werden die größten Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Ich persönlich fühlte mich bei keinem meiner Aufenthalte in Südafrika in irgendeiner Weise bedroht”, sagte der 49-Jährige. Allerdings hätten sich die Spieler an gewisse Verhaltensregeln zu halten. Alleine Ausflüge aus dem Hotel seien daher untersagt, die Spieler sollen das Quartier nur in Gruppen verlassen. Für die Fans zählen neben den Sicherheitsaspekten vor allem die hohen Preise als Grund für die zögerliche Nachfrage: „Viele Fans machen sich Gedanken, wann und wie sie die lange Reise nach Südafrika antreten. Das ist auch eine Frage des Preises. Die Gesamtpakete, die viele Reiseveranstalter anbieten, sind relativ teuer”, so Löw.

Auch einen kleinen Ausblick auf die sportliche Vorbereitung der DFB-Auswahl auf Sizilien und in Südtirol gab Löw und kündigte an: „Am Anfang steht Individualtraining im Vordergrund, danach geht es im Mannschaftstraining um Taktik und Abstimmung.” Die Torwartfrage sein indes „glasklar“, die drei bisherigen Aspiranten Rene Adler, Manuel Neuer und Tim Wiese stehen als WM-Teilnehmer fest, im Falle einer Verletzung eines Kandidaten gäbe es derzeit keinen Favoriten auf den Platz als Nummer drei. Damit schob Löw alle Spekulationen beiseite, wonach er auf den potenziellen „Unruheherd“ Wiese verzichten könnte, sollte dieser nicht als Nummer eins für das Turnier in Südafrika vorgesehen sein.

Marc Strasser schreibt für Betfair.

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