Stell Dir vor es ist Streik und keinem tut’s weh. Dergleich ad absurdum geführt wird derzeit der geplante Zwergenaufstand der finanzschwachen Amateurvereine gegen das künftige Bundesliga-Sonntagsspiel um 15:30 Uhr.
Stell Dir vor es ist Streik und keinem tut’s weh. Dergleich ad absurdum geführt wird derzeit der geplante Zwergenaufstand der finanzschwachen Amateurvereine gegen das künftige Bundesliga-Sonntagsspiel um 15:30 Uhr.
Kaum hat der Burgfrieden zwischen Löw und Ballack für Erleichterung in Fußball-Deutschland gesorgt, bittet der Nationaltrainer den nächsten Abtrünnigen zum Rapport. Torsten Frings wird sich für seinen Aussagen nach den letzten WM-Qualifikationsspielen gegen Russland und Wales inklusive seines Kokettierens mit dem Rücktritt aus der Nationalmannschaft rechtfertigen müssen.
Als hätten die Stammtische dieser Welt in den letzten Jahren nicht genug über den Untergang der abendländischen Sportkultur zu räsonieren gehabt. Hoyzer pfeift auf die Schiri-Ethik, die Tour de France hängt an der Spritze, Usain Bolt wie Kollege Phelphs können wohl kaum in Unkenntnis des einen oder anderen unerlaubten Schleichwegs auf den Pekinger Olymp gerast sein. Und nun verbleiben auch noch Schiebereien und Verschaukelungen im Fußball nicht in irgendwelchen Bananenrepubliken, sondern schwappen auf die alt ehrwürdige deutsche Bundesliga über.
One Touch Football und vertikale Pässe adieu, hello again Quergeschiebe und Gerumpel. Da ist sie wieder, die deutsche Turnier-Tristesse. Fanherz freu Dich, so sind wir noch immer ins Finale gekommen.